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Aus dem Sparkassen-Beratungs-Center nach Ghana

Aus dem Sparkassen-Beratungs-Center nach Ghana

Eigentlich leitet unsere Kollegin Simone Strotmann ein Team in unserem Beratungs-Center in Ibbenbüren. Doch im März ging es für die 30-Jährige aus Dreierwalde zusammen mit ihrer Freundin Kirsten für rund drei Wochen nach Ghana. Nicht, um einfach Urlaub zu machen. Sondern, um sich bei einem Bildungsprojekt ehrenamtlich zu engagieren. Das Ziel des Projektes ist es, jedem Kind eine Schulbildung zu ermöglichen. Für Simone war es eine Reise in eine völlig andere Welt. Eine Reise, gespickt mit vielen tollen Erfahrungen, Begegnungen und Eindrücken, die sie hier in unserem Blog schildert. 

Herzlicher Empfang

Die Reise führte uns nach Offinso (in der Nähe von Kumasi) zur Stepping Stones Academy. Dort erwartete uns ein herzlicher Empfang durch unsere Gastfamilie. Alle packen mit an. Auf dem Hof wird mit allen gemeinsam gekocht. Das sieht jedoch anders aus als bei uns: Der Herd besteht aus einer Feuerstelle mit einem großen Kochtopf. Der „deutsche“ Pürierstab ist stattdessen in Ghana ein großer Holzpflock. Da braucht man Muskelkraft und Ausdauer. Unser Gastvater ist zugleich Projektleiter, der die Schule aufgebaut hat. In der Gastfamilie wohnen nicht nur drei eigene Kinder, sondern insgesamt ca. 15 Kinder. Diese schlafen verteilt auf zwei Zimmer. Es sind Kinder, die zu weit entfernt wohnen, um eine bezahlbare Schulbildung in Anspruch zu nehmen. Das schöne ist: Jeder Gast ist immer herzlich willkommen.

30 Cent für einen Schultag

Die Schüler zahlen in Ghana umgerechnet 30 Cent für einen Schultag. Davon werden das tägliche Mittagessen in der Schule und die Lehrkräfte finanziert. Doch was für uns günstig klingt, ist für viele Familien dort trotzdem eine Menge Geld. So werden die ca. 50 Sitzplätze pro Klasse zum Ende der Woche immer weniger. Am Wochenende verdienen die meisten Familien das Geld auf dem Markt. Deswegen ist zum Anfang der Woche die Schule besser besucht. Aber es muss keiner nach Hause gehen, wenn er/sie mal kein Geld dabeihat. Die Schulbusse dort sind extrem wichtig. Ab sechs Uhr fahren die beiden Schulbusse los, um alle Schüler von außerhalb einzusammeln. Schulbeginn ist ca. 8:30 Uhr. So eine ganz feste Zeit gibt es eben nicht in Ghana.

Das Ziel: ein neuer Bus

Als wir in Ghana angekommen sind, waren beide Schulbusse defekt. So konnten wir direkt am ersten Tag die mitgebrachten Geldspenden nutzen. Zwei Tage später waren beide Schulbusse wieder fahrtüchtig. Auch die Reparatur lief ganz anders als wir es von Deutschland gewohnt sind. Ein alter Kombi fuhr rückwärts an den Bus. Mit 6 Männern wurde dann der „neue“ Motor aus dem Kofferraum raus gehievt. Leider mussten immer wieder kleine Reparaturen stattfinden. Die Busse sind somit weiterhin stark angeschlagen, so dass unser Spendenaufruf weiterläuft. Unser Ziel: ein neuer Bus!

Einsatz als Lehrerin

Wer kennt den Spruch nicht „Das Auge isst mit“? So waren wir uns schnell einig, dass wir die Schule optisch aufwerten wollen. So haben wir gemeinsam mit zwei Ganzjahres-Freiwilligen und einigen Schülern das Schulgebäude der beiden Schulstandorte verschönert. Die „Old Site“ („Grundschule“) dem Alter entsprechend mit einem Dschungelmotiv und die „New Site“ in Schulfarben inklusive Schullogo. Was total klasse war: Wir durften auch unterrichten! Eine erste Klasse mit 50 Schüler. Das war eine echte Herausforderung. Erst nach 120 Minuten gibt es eine kurze Pause für die Kleinen und der Unterricht geht bis 15 Uhr.

..und als Fußballtrainerin

Aber auch Spaß und Sport kamen nicht zu kurz bei unserem Trip: Wir spielen beide bei Brukteria Dreierwalde Fußball und haben daher gerne die Fußballmädels-Mannschaft in der Schule betreut. Wir haben viel trainiert und konnten sogar zum Auswärtsspiel zu einer befreundeten Schule fahren. Es gab zwar keine festen Spielzeiten, keine richtigen Außenlinien, keinen richtigen Schiri und teilweise nur Sandalen statt Fußballschuhe. Aber alle hatten Spaß und wenn ein Tor fällt, jubeln alle und stürmen das Feld. So ein Jubel kann durchaus das Spiel einige Minuten unterbrechen…

Dankeschön für viele Spenden

Ein Dank geht von uns an alle, die uns mit Spenden unterstützt haben. 500 Euro haben wir vom Personalrat der Kreissparkasse Steinfurt bekommen. Auch viele Kolleginnen und Kollegen, Freunde, Familie und Bekannte haben Geld gespendet. So hatten wir rund 2.000 Euro im Gepäck. Geld, mit dem wir die Busse reparieren konnten. Während wir in Ghana waren sind weitere Spenden eingegangen!! Mega! Davon haben wir die Farbe bezahlt, Mülleimer für die Klassenräume besorgt und weitere kleinere Investitionen finanziert. Wir sammeln weiterhin, da wir den Kauf des neuen Schulbusses mit ermöglichen möchten. Auch drei Koffer voller Sachspenden konnten wir mit nach Afrika nehmen. Die Kinder haben sich tierisch gefreut. Das war wirklich wundervoll. Wir sind immer noch beeindruckt und überwältigt von der riesen Spendenbereitschaft. So viele Überweisungen die eingegangen sind und Sachspenden, die bei uns abgegeben wurden. Vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben! Für uns steht der Entschluss fest – wir werden das Projekt weiterhin unterstützen. Interessierte können direkt auf uns zukommen. simone_strotmann@web.de

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte: www.ssaghana.com

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