Kreissparkasse Steinfurt  

Romance-Scamming: Wir warnen vor neuen Betrugsmaschen im Internet

von Thorsten Laumann am in Allgemein, News aus dem Kreis SteinfurtKommentieren

Versprochen wird die große Liebe, das schnelle Geld oder der beste Job. Doch Internetnutzer, die sich auf diese Versprechen einlassen, tappen meistens direkt in eine aktuell verbreitete Betrugsmasche. Oft führt der Weg zum ersehnten Glück nämlich über Vorauszahlungen an so genannte Scammer. Diese Betrüger beschränken sich mittlerweile nicht mehr nur auf Massenmails mit absurden Gewinnversprechen, sondern treten in vielfältiger Form in Kontakt mit ihren potenziellen Opfern. Davor warnt aktuell die Polizei deutschlandweit. Und auch die Kreissparkasse Steinfurt befasst sich mit dem Thema. Denn auch im Kreis Steinfurt versuchen die Scammer an Geld zu kommen.

Ziel: Geld aus der Tasche ziehen

 

Besonders perfide und für die Opfer mit hohem emotionalem Stress verbunden ist das Love- oder Romance-Scamming. In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken sind die Scammer auf der Suche nach potenziellen Opfern. Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft – und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Denn die virtuellen Partner geben z.B. vor, bei einer Geschäftsreise nach Westafrika in Geldnot geraten zu sein. Oder sie benötigen Geld für eine wichtige Operation ihres Kindes oder eines Angehörigen. Auch gestohlene Koffer und Pässe, unbezahlter Lohn oder eine unbezahlte Hotelrechnung sollen das ahnungslose Opfer dazu bringen, Geld zu überweisen. Und viele tun es auch, schließlich sind sie zu diesem Zeitpunkt schon von ihrem Internet-Partner bzw. der -Partnerin emotional abhängig.

Traumjobs und Wohnungen

 

Auch andere Betrugsarten sind aktuell stark verbreitet. So versprechen die Betrüger lukrative Traumjobs, tolle Wohnungen oder geben sich als Soldaten im Auslandseinsatz aus. Es gibt aktuell auch wieder vermehrt Anrufer, die sich am Telefon als Polizist ausgeben und ausforschen, ob Bargeld, Schmuck oder Kontenguthaben vorhanden sind. Diese sollen dann, weil angeblich ein Einbruch bevorstehe, von einem Kollegen abgeholt werden. „Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen bzw. geben oder auf sonstige Forderungen eingehen. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen. Seien Sie also immer misstrauisch bei unglaublichen Angeboten, ob bei der Wohnungs- oder der Partnersuche“, rät Dorothee Wirsching, Geldwäschebeauftrage der Kreissparkasse Steinfurt.

Im Zweifel immer Rücksprache halten

 

Die Betrüger gäben ihren Opfern oft den Hinweis, sich auf keinen Fall an die zuständige Sparkasse oder Bank zu wenden. „Bei dieser Aussage sollte man immer vorsichtig sein und Rücksprache mit uns halten“, sagt Wirsching. Die Kreissparkasse achtet bereits auf auffällige Transaktionen und spricht ihre Kunden dann auch darauf an. „Doch wir können nur sensibilisieren und Hinweise geben. Jeder sollte selbst genau prüfen, an wen er sein Geld überweist.“

 

Detaillierte Hinweise zu den verschiedenen Betrugsmaschen hat die Polizei auf dieser Seite übersichtlich zusammengestellt:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/

 

 

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