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Das Duale Studium: Drei Abschlüsse auf einmal

Seit einigen Jahren bieten wir jungen Leuten die Möglichkeit, ein Studium und eine Ausbildung gleichzeitig bei uns zu machen. Klingt anstrengend? Ist es sicherlich auch. Macht aber auch viel Spaß. Und bringt ganz viel. Mehr über das Duale Studium bei der Kreissparkasse Steinfurt verraten Joana Keller und Florian Kammer. Beide haben das Duale Studium bereits erfolgreich abgeschlossen und liefern daher informative Einblicke aus erster Hand. Joana arbeitet mittlerweile im Gewerbe- und Firmenkundencenter Greven. Und Florian ist Leiter des Beratungsteam Digital.

 

Mehr Infos zur Ausbildung und zum Dualen Studium bei uns gibt es übrigens hier.

 

Was verbirgt sich überhaupt hinter einem Dualen Studium so im Detail?

 

Joana: Ein Duales Studium bei der Kreissparkasse Steinfurt bedeutet, dass man parallel zu seiner Ausbildung ein Studium bei der Sparkassenhochschule beginnt. Das Duale Studium ist in drei Teile gegliedert: Die Ausbildung, der Sparkassenbetriebswirt und das Bachelorstudium. Nach Beendigung des 4,5-jährigen Dualen Studiums hat der Student also drei Abschlüsse in der Tasche.

 

Florian: Man hat wie alle anderen Azubis auch Berufsschulblöcke und -klausuren, geht normal arbeiten und besucht gelegentlich samstags noch die Sparkassenakademie, um dort Lerninhalte des Sparkassenbetriebswirtes oder des Bachelorstudiums vermittelt zu bekommen.

 

Warum hast du dich für diese Art der Ausbildung entschieden? Und warum nicht für eine normale Berufsausbildung?

 

Joana: Grundsätzlich wollte ich nach meinem Abitur gerne studieren. Das Duale Studium hat aber den Vorteil, dass man während des Studiums zusätzlich Berufserfahrung sammelt und nicht erst nach Beendigung des Studiums. Insbesondere der Sparkassenbetriebswirt ist dabei eine sehr praxisorientierte Zusatzausbildung, die ermöglicht, das gelernte Wissen in der Berufspraxis anzuwenden.

 

Florian: Mir war es wichtig die Praxis einer Ausbildung mit dem Wissen und der Theorie eines Studiums zu kombinieren, da ich beides für das Berufsleben wichtig finde und ich auch gerne beide Abschlüsse haben wollte. Aber natürlich fand ich es auch sehr interessant zu studieren und schon gleichzeitig Geld zu verdienen.

 

Wie sieht so ein normaler Alltag während des Studiums bzw. während der Ausbildung aus?

 

Joana: Der normale Alltag während des Dualen Studiums sieht wie bei allen anderen Azubis auch bei uns aus. Der Duale Student durchläuft ebenfalls alle für die Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau vorgesehenen Bereiche und geht jeden Tag zur Arbeit. Die Präsenzveranstaltungen des Studiums finden in den Standorten der Sparkassenhochschule statt. Wir haben einige Vorlesungen z.B. in Köln oder Hannover besucht. Man hat aber auch pro Fach nur ein bis zwei Präsenztage im Semester. Die Anzahl der Fächer pro Semester ist unterschiedlich, meistens waren es drei bis fünf Fächer und somit entsprechende Klausuren, die wir pro Semester geschrieben haben. Inhaltlich beschäftigt man sich in dem Studium mit betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Themen. Aber auch Fächer wie z.B. Personalführung und Management stehen auf dem Plan.

 

Florian: Das Studium ist ein betriebswirtschaftliches Studium mit dem Schwerpunkt Finance. Man lernt also viel über die Wirtschaft, die Finanzbranche und rechtliche Themen aber auch über Managementaufgaben und wie überhaupt ein Unternehmen funktioniert. Die Ausbildung dauert 2,5 Jahre, der Sparkassenbetriebswirt ca. zwei Jahre. Damit fängt man ca. nach dem ersten Jahr der Ausbildung an und beendet diesen dann ein Jahr nach Ende der Ausbildung. Und das Studium dauert 4,5 Jahre. Also macht man alle drei Abschlüsse in 4,5 Jahren. Dabei übernimmt die Sparkasse die Studiengebühren. Man erhält während der Ausbildung das normale Azubigehalt und nach Ende der Ausbildung auch das normale Gehalt eines Angestellten.

 

Ein Duales Studium klingt anstrengend. Ist es das auch?

 

Joana: In den Klausurphasen des Studiums ist das Duale Studium anstrengend, weil man nach Feierabend nicht wirklich frei hat, wie alle anderen Azubis, sondern sich an den Schreibtisch setzen und für die Klausuren lernen muss. Nach den Klausuren wird es aber wieder entspannter und man hat wieder genau so viel Freizeit wie die anderen Azubis.

 

Florian: Natürlich sollte man das Ganze nicht unterschätzen, man macht schließlich drei Abschlüsse in 4,5 Jahre. Allerdings kommt man gut zurecht sobald man seinen
eigenen Rhythmus gefunden hat. Ist halt auch immer die Frage, was man selber für ein Lerntyp ist …

 

Hat man da noch Zeit für andere Sachen? Für ein richtiges Studentenleben sogar?

 

Joana: Außerhalb von den Klausurphasen hat man definitiv noch Zeit für andere Sachen! Nur während der Lernphasen muss man seine Freizeitaktivitäten zurückfahren. Das geht aber jedem „normalen“ Studenten auch so. Ein richtiges Studentenleben gibt es allerdings nicht, weil man als Dualer Student ja jeden Tag arbeiten geht. In der dreimonatigen Präsenzphase des Betriebswirtes kann man aber durchaus ein wenig das Studentenleben genießen und mit den Kommilitonen abends losgehen.

 

Florian: Ich konnte ganz normal weiterhin meinen Hobbies nachgehen und mich mit Freunden treffen. In den Lernphasen kurz vor den Prüfungen muss man jedoch auch
mal auf Sachen verzichten. Ich sehe aber bei meinen Freunden, dass das bei einem „normalen“ Studium bzw. einer „normalen“ Ausbildung auch der Fall ist. Ein richtiges Studentenleben hat man in den drei Monaten, die man wegen des Betriebswirtlehrganges in der Sparkassenakademie verbringt. Das war schon eine sehr lustige Zeit! Die restliche Zeit arbeitet man normal wie jeder andere Arbeitnehmer auch, man muss also größtenteils auf das typische Studentenleben verzichten. Allerdings verdient man Geld, welches man als Student vermutlich nicht hätte…

 

Und wie sieht der Abschluss aus? Was muss man machen?

 

Joana: Nach 2,5 Jahren stehen die Prüfungen für die Ausbildung zum Bankkaufmann / zur Bankkauffrau an. Hier muss man zwei schriftliche und eine mündliche Prüfung bestehen. Rund neun Monate nach dem Bestehen der Abschlussprüfung zum Bankkaufmann / zur Bankkauffrau steht eine Aufnahmeprüfung für den Betriebswirtlehrgang an. Nach dem Bestehen dieser Aufnahmeprüfung hat man eine dreimonatige Präsenzphase. Das bedeutet, dass man nicht arbeiten geht, sondern die Sparkassenhochschule besucht. Im Anschluss an diese Präsenzphase folgen dann ebenfalls schriftliche und mündliche Prüfungen. Mit dem Bestehen dieser Prüfungen hat man dann den nächsten Abschluss, den Sparkassenbetriebswirt, in der Tasche.

 

Florian: Während der gesamten Laufzeit des Dualen Studiums schreibt der Duale Student Klausuren für das Studium. Die Klausurphasen sind zwei Mal im Jahr (im Januar und im Juli). Im letzten Semester schreibt man wie jeder „normale“ Student eine Bachelorarbeit. Wenn man diese bestanden hat, wird man noch abschließend zu einem Kolloquium eingeladen. Dort präsentiert man die Ergebnisse seiner Bachelorarbeit und bekommt Fragen zu dieser gestellt. Danach hat man dann auch den letzten Abschluss, den Bachelor of Arts – Banking and Sales, geschafft.

 

Bringt dir das Studium zukünftig Vorteile, die andere ohne das Studium vielleicht nicht haben?

 

Joana: Durch das Duale Studium verdient man nicht automatisch mehr Geld als die anderen Azubis nach Beendigung der Ausbildung. Dennoch hat man durchaus bessere Chancen, schneller an Stellen zu kommen, die besser bezahlt sind.

 

Florian: Das hoffe ich natürlich auch. Bei der Sparkasse ist es so, dass man nach Stellen und nicht nach Abschluss bezahlt wird. Ich erhalte also genau so viel Gehalt wie meine Kollegen ohne Bachelor, die der gleichen Tätigkeit nachgehen. Allerdings habe ich eine andere Qualifikation, die vielleicht mal für andere Stellen nötig sein wird. Aber grade im Betriebswirt lernt man unheimlich viel für die Praxis und im Bachelor sehr viel Theorie über die gesamte Wirtschaft. Das Wissen hilft einem nicht nur im Beruf sondern ist auch generell wichtig und hilfreich.

 

Wem würdest du so ein Studium empfehlen? Und wem auch eher nicht?

 

Joana: Für ein Duales Studium muss man schon einen gewissen Ehrgeiz haben, um sich auch nach „Feierabend“ noch an den Schreibtisch zu setzen, um für die Klausuren zu lernen. Auch ein Großteil der Urlaubstage wird für die Klausurphasen verplant, damit man sich einige Tage nur auf das Lernen konzentrieren kann. Dafür kann man allerdings nach nur 4,5 Jahren bereits drei Abschlüsse aufweisen und zusätzlich mehrere Jahre Berufserfahrung. Wenn man diese drei Abschlüsse hintereinander machen würde, würde man wesentlich länger brauchen.

 

Florian: Wenn jemand also schon weiß, dass er nicht „nur“ eine Ausbildung machen möchte, sondern definitiv irgendwann studieren möchte, dann ist das Duale Studium die perfekte Möglichkeit, um beides miteinander zu kombinieren. Man sollte sich aber bewusst sein, dass man auch mal auf eine Party oder einen Ausflug verzichten muss.

 

Was war das tollste Erlebnis während des Studiums?

 

Joana: Die dreimonatige Präsenzphase des Betriebswirtlehrgangs hat echt Spaß gemacht, weil man viele Studenten von anderen Sparkassen kennen gelernt hat und sich mit diesen austauschen konnte. Natürlich zählt auch das Bestehen des Kolloquiums und somit der Abschluss des Studiums zu den tollsten Erlebnissen.

 

Florian: Das tolle bei uns war, dass wir vier Leute waren, die gleichzeitig das Duale Studium angefangen haben. So hatte man wirklich lustige Momente zusammen, vor allem
natürlich auch in den drei Monaten des Betriebswirtes, wo man sich wirklich mal als Vollzeitstudent fühlte und auch viele andere duale Studenten kennenlernte.

 

Und was könnte noch optimiert werden?

 

Joana: Grundsätzlich ist das Studium sehr gut aufgebaut und organisiert. Etwas ungünstig war, dass die erste Klausurphase des Studiums in den ersten Berufsschulblock der Ausbildung fiel und wir somit parallel Klausuren in der Hochschule und in der Berufsschule geschrieben haben. Das wird sich aber leider nicht ändern lassen.

 

Florian: Ich muss auch sagen, dass wirklich alles sehr gut bei uns organisiert war. Klar hatte man die ein oder andere Klausur, die mal nicht so toll war, aber das hat man wohl in jedem Studium und auch in jeder Ausbildung. Ich würde an dem Dualen Studium nichts ändern und falls ich nochmal 4,5 Jahre zurückreisen würde, würde ich die gleiche Entscheidung treffen und mich für das Duale Studium bewerben.

 

 

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Kommentare


Daniel schreibt am 20.04.2018 um 12:19 Uhr:

Das klingt ja interessant. Ich habe ein paar Kumpels, für die das interessant ist. Ich gebe die Infos mal weiter. Wo kann man sich bewerbern?

Antwort von Thorsten Laumann am 20.04.2018 um 12:24 Uhr:

Super, das freut uns! Gute Leute sind immer herzlich willkommen ;-). Hier können sich deine Freunde direkt bei uns bewerben:
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