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Deutsche Elf startet mit guten Chancen auf den fünften Stern

von Thorsten Laumann am in AllgemeinKommentieren

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland hat noch nicht begonnen und dennoch stehen die Ergebnisse schon fest – zumindest in der Theorie. In der Studie „Die deutsche Fünf-Sterne-Bewegung“ prognostizieren die Volkwirte der Deka den Turnierverlauf der anstehenden Fußball-WM auf der Grundlage von volkswirtschaftlichen Analysen. Aus simulierten 10 Millionen möglichen Turnierverläufen haben die Volkswirte für die deutsche Nationalmannschaft die zweithöchste Wahrscheinlichkeit für den Titelgewinn ermittelt. „Die deutsche Elf startet mit guten Chancen auf den Titel“, sagt Dr. Holger Bahr, Leiter Volkswirtschaft der Deka. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen der Volkswirtschaftlichen Abteilung hat Dr. Bahr sein analytisches Augenmerk auf das fußballerische Großereignis 2018 gerichtet. Prognostische Ernsthaftigkeit gepaart mit augenzwinkernden Formulierungen und Argumentationsketten nehmen den Ausgang der Fußball-WM in Russland vorweg. Für die Vorrunde ist das Ergebnis eindeutig: „Machen wir uns nichts vor, die drei Gruppenspiele der deutschen Elf bei der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland dienen einem Ziel: dem Aufwärmen“, erklärt Dr. Bahr.

 

Die Favoriten im Fakten-Check

 

Nach einem langen Turnier sollten sich am 15. Juli 2018 in Moskau zwei Favoriten gegenüberstehen: Die deutsche Elf stößt aller Voraussicht nach entweder auf die Brasilianer oder die Franzosen. Bei den im quantitativen Modell errechneten Wahrscheinlichkeiten liegen die Brasilianer mit 7,7 Prozent am höchsten, Deutschland folgt unmittelbar darauf mit 7,3 Prozent. „Das Modell hat jedoch keine Ahnung von der aktuellen Verletzung des brasilianischen Nationalspielers Neymar, daher muss das brasilianische Team ein Aufeinandertreffen mit der deutschen Elf durchaus fürchten“, erklärt Dr. Bahr. Die geringste Chance aller Turnierteilnehmer auf den Weltmeistertitel hat der volkswirtschaftlichen Prognose zufolge übrigens das Team aus Peru.

 

Kopf an Kopf mit Brasilien und Frankreich

 

Ein direkter Vergleich der fußballerischen Schwergewichte zeigt, dass die Indikatoren eng zusammen liegen. Die deutschen Elf belegt Platz 1 in der Fußball-Weltrangliste, Brasilien den zweiten Platz. 20 WM-Teilnahmen mit einer Siegquote von 67,3 Prozent pro Spiel bei den Brasilianern stehen 18 WM-Teilnahmen der DFB-Elf mit einer Quote von 62,3 Prozent gegenüber. Beim Marktwert der Mannschaften geht die Schere aber auseinander: Auf 653 Millionen Euro wird die Elf der Brasilianer geschätzt. Jogis Jungs kommen auf 535 Millionen Euro. Und hier kommen die Franzosen ins Spiel, denn ihre bislang teuerste Elf bringt es auf einen Marktwert von 670 Millionen Euro. Allerdings konzentriert sich dabei fast ein Fünftel auf einen einzigen Spieler, den Rechtsaußen Kylian Mbappé. In immerhin zehn WM-Teams gibt es einen Spieler, der mindestens so teuer ist wie Toni Kroos. Das spricht eindeutig für die diversifizierte Stärke des Teilnehmerfelds und auch eine gute Mischung des deutschen Kaders. „Wir sind nicht von ein oder zwei Spielern abhängig. Diversifikation ist beim Fußball wie bei der Geldanlage vorteilhaft“, beschreibt Dr. Bahr. Wie sehr die genannten Favoriten aus dem Teilnehmerkreis teilweise herausragen belegt beispielsweise, dass mit 6,4 Millionen Euro die Mannschaft Panamas den geringsten Wert hat. Die niedrigste WM-Torquote hat Tunesien mit 0,64 Toren je Spiel. Demgegenüber erzielte Deutschland durchschnittlich 2,11 Tore, die Brasilianer 2,13 Tore und die Franzosen „nur“ 1,80 Tore.

 

Der Weg zur Prognose – ein ausgeklügeltes System verdichtet sich

 

Ganz klassisch gehen die Deka-Volkswirte einerseits mit qualitativem Expertenwissen und andererseits mit einem quantitativen Modell an die Prognosearbeit. Und sie sind dabei zuversichtlicher für einen deutschen WM-Sieg als vor vier Jahren: „Die Spielerstärke der 32 Mannschaften und die Ergebnisse aus den Weltmeisterschaften der vergangenen 20 Jahre sind in Form von Sieg- und Niederlage-Wahrscheinlichkeiten in ein ausgeklügeltes quantitativ-statistisches Modell eingeflossen“, erläutert Dr. Bahr die Methodik. Zusätzlich motiviert durch den qualitativen Ansatz (Erfahrung und das fußballspezifische Expertenwissen der Deka-Volkswirte), der einen Finalsieg gegen die Franzosen erwartet, dürfen Fußball-Enthusiasten dem Ziel der Titelverteidigung zuversichtlich entgegenfiebern.

 

 

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