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Abends, wenn aus Nathalie Poppy wird…

eingestellt von Thorsten Laumann am 2. Juli 2018

Extremer könnte der Unterschied nicht sein. Tagsüber arbeitet Nathalie Dudenhausen im Vorstandsstab der Kreissparkasse Steinfurt. Dort kümmert sie sich um den Geschäftsbericht, die Vorstandsarbeit und das Beteiligungsmanagement. Sie betreut die Online-Spendenplattform, organisiert die Eröffnungen der neuen Beratungs-Center und vieles mehr. Dabei trägt sie gerne eine Bluse und eine Hose. In dezenten Farben. Die Haare der 28-Jährigen sind meistens zu einem Zopf zusammen gebunden.

Ziemlich verrückt und schnell

 

Doch abends, wenn sie auf die Bühne der Freilichtbühne Reckenfeld tritt, ist alles anders. Völlig anders. Aus Nathalie wird Poppy. Aus den dezenten Klamotten wird eine Latzhose in schrillem Orange. Und die Haare stehen Nathalie -pardon, Poppy- zu Berge. An vielen Abenden schlüpft Nathalie dann in diese völlig andere Rolle. Sie spielt im aktuellen Stück der Freilichtbühne mit dem Titel „Der nackte Wahnsinn“ mit. Ein ziemlich verrücktes, schnelles Stück. Jede Menge Lacher und gute Unterhaltung prägen die Aufführung. Ein Stück, das Nathalie mag. Denn sie geht völlig auf in ihrer Rolle. Immer dann, wenn aus Nathalie Poppy wird.

Fantasie und Improvisationstalent

 

Schon früh schnupperte Nathalie Bühnenluft und genoss es, verschiedene Rollen zu spielen. Bereits in der Schule, im Gymnasium Augustinianum, spielte sie gerne Theater. Es folgten drei Stücke im Theaterpädagogischen Zentrum in Münster. Und jetzt dann erstmals die Freilichtbühne Reckenfeld. Die Rolle als Poppy bekam sie ganz klassisch über ein Vorsprechen. Hierbei waren vor allem Fantasie und Improvisationstalent gefragt. Die Zusage kam kurzfristig und Nathalie wurde zu einem Teil des Ensembles.

„Es ware eine tolle Zeit“

 

Anfang des Jahres begannen die Proben. Nathalie lernte ihre Texte und ihre Rolle. Mal alleine aber meistens gemeinsam mit ihrem Bühnenteam unter der Leitung von Regisseur Klemens Hergemöller und Regieassistenz Mariele Albermann. Es gab Leseproben und Stellproben. Erst in Proberäumen, dann zum Sommer hin auch auf der idyllischen Bühne in Reckenfeld. „Die Zeit vor der Premiere war schon sehr probenintensiv. Aber wir hatten immer viel Spaß und es war eine tolle Zeit“, blickt Nathalie zurück.

„Ich war voller Energie“

 

Aber nicht nur sie sondern viele andere Schauspieler, Bühnenbildner und unzählige viele Helfer, die für die Kostüme, das Make-Up, Perücken, Licht, Ton und das ganze Drumherum ehrenamtlich im Einsatz waren, investierten viele Stunden ihrer Freizeit. „In der Woche vor der Premiere hatten fast alle Urlaub, um sich bestmöglich vorzubereiten“, sagt Nathalie. Bis tief in die Nacht gingen die Proben vielfach. Aber all die Arbeit hat sich gelohnt. „Es war ein tolles Gefühl, vor über 700 Zuschauern auf der Bühne zu stehen. So ein großes Publikum hatte ich bisher nicht. Ich war aufgeregt und voller Energie“, sagt Nathalie. Und das können die Zuschauer vom „nackten Wahnsinn“ merken. Denn Poppy und all die anderen Schauspieler flitzen quer über die Bühne. Voller Energie. Pausen gibt es nur wenige. Davon lebt das Stück.

Noch vier Aufführungen im August

 

Die erste Hälfte der Spielzeit ist bereits beendet. Im Juli ist „Sommerpause“. Im August folgen vier weitere Aufführungen von „Der nackte Wahnsinn“. Und Nathalie freut sich schon wieder darauf, als wilde Poppy auf der Bühne zu stehen. „Das macht einfach Spaß. Viel Spaß!“

 

Die Termine:

Fr 10.08.2018 – 20:30 Uhr
Fr 24.08.2018 – 20:30 Uhr
Sa 25.08.2018 – 16:00 Uhr
Fr 31.08.2018 – 20:30 Uhr

 

Über „Der nackte Wahnsinn“

Für Michael Frayns Dauerbrenner aus dem Jahr 1982 scheint kein Superlativ zu hoch gegriffen. Das Stück ist sowohl eine nicht enden wollende Spaßwelle als auch eine Liebeserklärung an die „Bretter die die Welt bedeuten“. Theater im Theater. Eine sechsköpfige Tournee-Theatertruppe kämpft sich durch die Farce „Nackte Tatsachen“, in der ein Haus verkauft werden soll, um als Liebesnest zu dienen.

 

Hauptfeinde der Schauspieler sind: acht Türen (mit stabilen Scharnieren), vier Teller Sardinen (mit Neigung zur Flugfähigkeit), das eigene Unvermögen, ein überforderter Bühnentechniker, eine pubertierende Inspizientin, ein nach Höherem strebender Regisseur, und ein halbes Dutzend Dramen im Ensemble auf und hinter der Bühne! Hier liegt das besondere des Stückes. Man sieht das Bühnentreiben kurz vor der Premiere in der Probenphase, hinter der Bühne während einer Aufführung und am Ende der wochenlangen Tournee.

 

Mehr Infos und Tickets gibt es unter www.reckenfeld-freilichtbuehne.de 

 

 

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