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Unsere Kundinnen und Kunden sparen in Corona-Zeit mehr Geld

Unsere Kundinnen und Kunden sparen in Corona-Zeit mehr Geld

Die Corona-Pandemie hat unser vergangenes Geschäftsjahr so geprägt wie kein anderes Thema seit der Finanzkrise. Zusammen mit seinen Vorstandskollegen Heinz-Bernd Buss und Carl-Christian Kamp blickte Rainer Langkamp, unser Vorstandsvorsitzender, jetzt auf dieses „außergewöhnliche und zugleich erfolgreiche Geschäftsjahr“ zurück. „Corona hat das Kreditgeschäft nicht wie anfangs erwartet negativ beeinflusst. Im Gegenteil: Die Unternehmen und Privatpersonen haben mehr investiert als je zuvor, so dass wir einen neuen Rekord bei der Kreditvergabe verzeichnet haben. Dabei spielen die Liquiditätskredite im Rahmen der Corona-Hilfen nur eine unbedeutende Rolle“, sagt Langkamp. Und nicht nur das: „Die Menschen aus unserer Region konnten gezwungenermaßen viel weniger Geld ausgeben und haben dadurch deutlich mehr gespart als in den Vorjahren.“

Bilanzsumme wächst auf 5,3 Milliarden Euro

Dieses Wachstum hat sich auf unsere Bilanzsumme ausgewirkt, die um 7,9 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro gestiegen ist. Die Darlehenszusagen lagen mit insgesamt 869 Millionen Euro auf dem höchsten Wert in unserer Geschichte . Unseren Firmenkunden haben wir davon Darlehen in Höhe von 467 Millionen Euro (+18,6 Prozent) bereitgestellt. Die Darlehenszusagen für Privatpersonen stiegen auf 379 Millionen Euro (+8,6 Prozent). Damit erhöhte sich unterm Strich der gesamte Kreditbestand auf 3,8 Milliarden Euro (+6,0 Prozent).

Region nicht so krisengeschüttelt wie andere

„Viele Firmenkunden aus dem Handel, der Gastronomie, dem Event- und Dienstleistungsbereich und aus dem Tourismus leiden massiv unter der aktuellen Situation. Und es wird vermutlich leider in der nächsten Zeit mehr Insolvenzen geben als in den Vorjahren. Dennoch haben wir bei uns im Kreis Steinfurt einen guten Branchenmix und einen starken Mittelstand mit einer wirtschaftlichen Situation, die vor der Krise überdurchschnittlich gut war. Daher ist unsere Region nicht so krisengeschüttelt wie andere. Und wir glauben an einen deutlichen Aufschwung in der Region nach der Krise“, sagt Carl-Christian Kamp, stellvertretendes Vorstandsmitglied und Leiter des Firmenkundenbereiches Das lasse sich auch daran ablesen, das im vergangenen Jahr viele Unternehmen in ihre Zukunft investiert haben. Zudem habe es auch Bereiche gegeben, die von der Situation profitiert haben. „Dazu gehören viele Handwerker, Landschaftsgärtner und Händler, die mit den Themen rund um Haus und Garten zu tun haben. Aber auch die vielen Fahrradhändler“, sagt Kamp.

Relativ wenige staatliche Corona-Hilfen

Die Nachfrage nach den staatlichen Corona-Hilfen war bei uns nicht so hoch wie anfangs vermutet. 170 Mal haben wir staatliche Förderungen in einer Gesamthöhe von 44,6 Millionen Euro an die Unternehmen in der Region weitergeleitet. Bei rund 1.000 Darlehen wurden die Tilgungen für private und gewerbliche Kunden ausgesetzt. Deutlich angestiegen sind bei die bilanzwirksamen Kundeneinlagen – und zwar um 7,2 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. „Auch das ist eine Folge von Corona, da es weniger Gelegenheiten gab, Geld auszugeben“, sagt Langkamp. Das gesparte Geld haben unsere Kundinnen und Kunden deutlich mehr als in den Vorjahren ins Wertpapiergeschäft investiert. „Mit dem anhaltend niedrigen Zinsniveau wächst die Bereitschaft der Anleger, bisher eher unrentable Anlagen in chancenreichere Alternativen aus dem Wertpapiergeschäft umzuschichten.“ So lagen zum Jahresende erstmals mehr als 1 Milliarde Euro in den Wertpapierdepots unserer Kunden– 130 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Viele digitale Beratungen

Investiert haben die Kundinnen und Kunden mehr als in den Vorjahren auch in Immobilien in der Region. „Wir haben im vergangenen Jahr 189 Immobilien vermittelt. In Zeiten von Corona hat das eigene Haus oder die eigene Wohnung nochmal deutlich an Bedeutung gewonnen. Das merken wir auch beim Thema Bausparen mit einem Neugeschäft von 92,4 Millionen Euro“, sagt Heinz-Bernd Buss. Corona hatte auch Auswirkungen auf uns als Kreissparkasse: „Wir haben im vergangenen schwierigen Jahr alles dafür getan, um unseren Kundinnen und Kunden so unkompliziert und so schnell wie möglich unter die Arme zu greifen. Dafür haben auch wir Prozesse beschleunigt und verkürzt. Wir konnten in allen Phasen der Pandemie unsere Kundinnen und Kunden zu 100 Prozent weiter beraten – ob per Bildschirmaufschaltung, Telefon, Mail oder per Video. Da haben sich unsere Investitionen in die Digitalisierung aus den Vorjahren gelohnt. Und auch persönlich waren wir immer zu erreichen, wenn es notwendig war“, blickt Langkamp zurück.

„Außergewöhnliche Herausforderung“

Dieses und auch die kommenden Jahre beschreibt der Sparkassenchef als „außergewöhnliche Herausforderung“ für alle Menschen und Unternehmen. „Die Zinssituation ist durch die Corona-Pandemie nochmal deutlich beeinflusst worden. Das wird uns als Kreditinstitut aber auch alle Kundinnen, Kunden und Unternehmen noch viele Jahre beschäftigen.“

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Kommentare


gerrit Thiemann schreibt am 09.02.2021 um 18:37 Uhr:

Gute Arbeit ! Herzlichen Glückwunsch und herzlichen Dank!
Grüße aus Laer - Gerrit Thiemann


Antwort von Thorsten Laumann am 10.02.2021 um 10:32 Uhr:

Vielen lieben Dank!